WER WIR SIND

Die Diakonie Werkstätten Halberstadt sind eine staatlich anerkannte gemeinnützige Einrichtung mit dem Zweck, Menschen mit Behinderungen den Zugang zum Arbeitsleben zu ermöglichen. Wir fördern, beschäftigen und betreuen in kleinen Gruppen mittels jeweils individuell geeigneter Arbeitsaufgaben etwa 370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die geistig, psychisch, seelisch, sinnes- oder mehrfach behindert sind. Alle diese Mitarbeiter/innen erleben und erfahren durch ihre Tätigkeit in unseren Werkstätten Arbeit, Bildung, Gemeinschaft, Selbstbestätigung und Anerkennung und verdienen sich ein monatliches Arbeitsentgelt.

 

BERUFSBILDUNGSBEREICH

Arbeit, die zu mir passt

Der eine möchte lieber kochen lernen, der andere lieber Rasen mähen, die dritte liebt den Duft von Holz. Mit unserem breitem Ausbildungsangebot bieten wir viele Möglichkeiten und somit die Chance, einen Arbeitsplatz zu finden, der gefällt.

Eingangsverfahren - drei Monate

Am Anfang steht eine Erprobungsphase, die in der Regel zwölf Wochen dauert und Eingangsverfahren heißt. Zunächst geht es darum, herauszufinden, was den TeilnehmerInnen liegt und in welchen Bereichen sie später arbeiten möchten. Es gibt viel Neues und Unbekanntes – regelmäßig zur Arbeit kommen, den Arbeitstag durchhalten, Pausen einhalten und sorgfältig arbeiten, KollegInnen kennenlernen, mit Vorgesetzten umgehen, Wünsche äußern, seine Interessen vertreten und vieles mehr. Hierbei bieten wir Unterstützung.

 

BETRIEBSINTEGRIERTE ARBEITSPLÄTZE

Einige unserer MitarbeiterInnen verbringen ihren beruflichen Alltag in einem privatwirtschaftlichen Unternehmen der Region. Dort schnuppern sie die Luft des allgemeinen Arbeitsmarktes, erfahren Wertschätzung und sind mit Eifer und Stolz dabei, ihre Aufgaben zu erfüllen. Diese ausgelagerten Arbeitsplätze stärken unsere MitarbeiterInnen in ihren Fähig- und Fertigkeiten und bieten günstigstenfalls die Chance einer dauerhaften Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Mögliche Arbeitsbereiche sind:

· Reinigung und Hauswirtschaft
· Gastronomie und Küche
· Garten- und Landschaftspflege
· Hausmeistertätigkeiten
· Lagerhilfen (Groß- und Einzelhandel)
· Landwirtschaft und Tierpflege
· Verpackung- und Montagetätigkeiten
· Hol- und Bringservice
· Einzelhandel
· und viele mehr...

 

BUCHBINDEREI

In der Buchbinderei, die unsere Mitarbeiter liebevoll „Bubi“ nennen, arbeiten psychisch kranke und seelisch behinderte Menschen. Unsere Philosophie ist es, das alte Handwerk des Buchbindens zu erhalten und trotzdem innovativ zu sein. Wir gehen mit der Zeit und mit der Technik. Deshalb ist es zum Beispiel möglich, dass Sie uns einfach einen Datenträger bringen und wir Ihnen die fertig gedruckte und gebundene Masterarbeit oder Dissertation vorlegen. Gleichermaßen gut beherrschen wir auch die alte Technik der Fadenheftung. 

Wir reparieren Bücher nach alten Vorlagen, binden Zeitschriften und Zeitungen, übernehmen Prägearbeiten und stellen Bücher in Kleinauflagen her. 

Sollten Sie ein individuelles Geschenk suchen, sind Sie bei uns an der richtigen Stelle: Wir fertigen nach Ihren Wünschen Fotoalben, Gäste-, Notiz- und Tagebücher, Schreibtischunterlagen oder Schmuckschatullen, gestalten aber auch Präsentations- und Grafikmappen.

 

GARTEN UND LANSCHAFTSBAU

Der Garten- und Landschaftsbau, den wir kurz „Ga-La“ nennen, kümmert sich hauptsächlich um die Pflege von Außenanlagen, Parks und Grünflächen. Die behinderten MitarbeiterInen der Abteilung, die von ihren Gruppenleitern fachlich und pädagogisch betreut werden, übernehmen alle Arbeiten, die in Gärten und Parks anfallen. Sie mähen Rasen, schneiden Bäume und Sträucher, kümmern sich um die Beete. Auch Planung und Gestaltung von Grünanlagen, das Anlegen von Gartenteichen und Biotopen, kleinere Pflasterarbeiten, Pflanzungen und die Laubbeseitigung gehören zu unseren Serviceleistungen. Darüber hinaus bieten wir preiswert Brennholz an – ofenfertig gesägt, gespalten und getrocknet.

 

FÜR ORDNUNG SORGEN

Die Hauswirtschaftsgruppe kümmert sich um die Reinigung der Werkstatträume und um die Wäschepflege. Die Mitarbeiter waschen, trocknen und bügeln, aber wenn Kuchen oder ein Salat oder Unterstützung in der Küche gefragt sind, stehen sie ebenso gern zur Verfügung. Die Mitarbeiter sind sozusagen „die guten Seelen des Hauses“, ihre Arbeit ist für die gesamte Werkstatt unverzichtbar.

 

FÜR VIELE KOCHEN

Unsere Küche kümmert sich nicht nur um die Versorgung der Mitarbeiter, sondern kocht auch für Kindertagesstätten, Schulen und Firmen, die ihr Mittagessen geliefert bekommen oder selbst abholen. Aufgewärmtes aus Tiefkühltruhe und Mikrowelle kommt bei uns nicht auf den Tisch: Das Essen wird jeden Tag frisch zubereitet. Ab 6 Uhr morgens wird in der Küche geschnippelt, gerührt, gebacken und gebraten, damit mittags die beiden Gerichte, die als Wahlessen angeboten werden, auf dem Tisch stehen. Auf den Speiseplänen findet jeder sein Lieblingsessen – neben deftigen Fleisch-, Fisch- und Nudelgerichten gibt es auch mal Puddingsuppe oder Milchreis. Viel Wert legen die Küchenchefs darauf, beim Kochen frische Zutaten zu verwenden, die in der Region eingekauft werden. Das Essen aus der Küche der Diakonie Werkstätten ist bei unseren Kunden doppelt beliebt: Es schmeckt und ist preiswert.

 

SPEISEPLAN

 

WERKSTATT AM PARK

In unserer "Werkstatt am Park" betreuen und beschäftigen wir sinnesbehinderte und taubblinde Menschen. Dieser Werkstattbereich ist etwas Besonderes, denn es ist die einzige Einrichtung in Sachsen-Anhalt für Menschen mit diesen Behinderungsarten. Die MitarbeiterInnen haben infolge einer Mehrfachbehinderung – hörsehbehindert / taubblind, sehbehindert / blind oder hörbehindert / gehörlos in Verbindung mit einer zusätzlichen Behinderung, zum Beispiel einer geistigen Behinderung – einen erhöhten Betreuungsbedarf. Bei uns werden sie befähigt, nach der beruflichen Bildung in kleinen Gruppen geeignete Arbeitsaufgaben auszuführen. Dabei orientiert sich unsere Arbeit an den Stärken und Kompetenzen unserer MitarbeiterInnen. Sie erleben Gemeinschaft und eine sinnvolle Tätigkeit. Sie werden in die Arbeitsprozesse integriert und bekommen so das Gefühl, Teil eines Ganzen zu sein.

 

AUS TEILEN EIN GANZES MACHEN

In der größten Abteilung der Werkstatt, der Industriemontage, arbeiten unsere MitarbeiterInnen für verschiedene Unternehmen aus der Region. Hier werden Kunststoffteile bearbeitet oder zusammengefügt und Schreibgeräte komplettiert. Hochwertige Erzeugnisse, zum Beispiel für den medizinischen Einsatz, werden unter besonderen Rein- und Reinstraumbedingungen gefertigt.
Die KundInnen schätzen unsere Zuverlässigkeit. Mit vielen arbeiten wir schon seit Jahren zusammen.
Unsere MitarbeiterInnen wiegen Tee, Gewürze, Trockenfrüchte und Reis ab, verpacken und etikettieren die Lebensmittel, bevor sie zum Versand bereitgestellt werden. In anderen Räumen werden Kartonagen gefaltet und technische Einzelteile sortiert und gezählt.

 

MIT HOLZ UND METALL ARBEITEN

Fensterläden, Regale, Kaninchenställe, Gartenzäune oder -möbel, Pavillons, Carports oder Vordächer - es gibt kaum etwas, das die MitarbeiterInnen unserer Holz- und Metallwerkstatt nicht bauen können. Sie arbeiten unter fachlicherAnleitung an modernen Säge-, Schleif-,Bohr-, Hobel-, Fräsmaschinen oder der Abkantbank.
Sie kümmern sich um individuelle Lösungen für drinnen und draußen, entwerfen und bauen Sonderanfertigungen nach Kundenwünschen, sägen, bohren, schneiden Gewinde oder kanten ab. Wir gewährleisten einen hohen Qualitätsstandard und eine fachgerechte und kostengünstige Ausführung.

 

TRADITIONELL ARBEITEN

Unter dem Dach unserer Buchbinderei wird auch getöpfert. Mit eigenen Händen formen die MitarbeiterInen praktische und dekorative Gegenstände und bemalen diese auch.

So entstehen nach alten Traditionen in modernen Brennöfen Schüsseln, Teller, Tassen und Becher, Stiftehalter, Weihnachtskrippen und vieles mehr. Dabei werden verschiedene Töpfertechniken, Brände und Glasuren angewendet. Im Team entstehen immer wieder tolle Ideen, die sich im Prozess weiterentwickeln. Alle Produkte können Sie in unserem Laden erwerben.

 

FÖRDERUNG UND BILDUNG

Die behinderten MitarbeiterInnen finden in unseren Werkstätten nicht nur einen Arbeits­platz, sondern auch Bildungs- und Sportan­gebote. Einige erhalten Unterricht im Lesen, Schreiben und Rechnen, andere werden von Logopädinnen oder Physiotherapeutinnen betreut. Die Mitarbeiterinnen haben Spaß daran, in der Gymnastik- oder Trommelgruppe, im Chor, in der Fußballmannschaft, der Compu­tergruppe, der Schwimmgruppe, beim gemein­samen Kegeln, Walking, Reiten oder Bowlen aktiv zu sein. 

 

BÜRO FÜR LEICHTE SPRACHE

Das ist unser neuester Arbeits - Bereich.
Wir übersetzen schwierige Texte.
Und finden leichtere Worte dafür.
Das hilft allen Menschen:

• Kontakte herzustellen
• Schwieriges zu verstehen
• Informationen zu bekommen
• Mit anderen zu sprechen

Was wir tun

Die Diakonie Werkstätten Halberstadt übernehmen Aufträge für Kunden aus allen Sparten der Industrie, des Handwerks und des Handels, arbeiten aber auch für Privatkunden. Wir bieten ein breites Spektrum an Dienstleistungen und erfüllen die Qualitätsstandards unserer Auftraggeber. Wir arbeiten fleißig, flexibel, zuverlässig und kostengünstig. Unser Mehrwertsteuersatz beträgt nur 7 Prozent. Und: Aufträge an uns mindern Ihre Ausgleichsabgabe.

Kontakt

 

WAS WIR
NOCH TUN

Einige Produkte kann man auch direkt in der Werkstatt kaufen oder bestellen. Das sind neben den Erzeugnissen unserer Küche vor allem die Produkte der Buchbinderei und Tischlerei – zum Beispiel nach Kundenwunsch gedruckte, gestaltete oder reparierte Bücher, Kalender und Mappen, weitere Papierartikel, der originelle Kinder-Schwebebalken „Kikidil“, rustikale Kaninchenställe, schicke Rednerpulte und Kaminanzünder nebst Brennholz.

Produkte

Was uns
treibt

Wir fühlen uns christlichen und humanistischen Werten gleichermaßen verpflichtet – das evangelische Cecilienstift und der Verein Lebenshilfe sind die Träger der Werkstätten. „Hilf mir, es selbst zu tun, aber tu es nicht für mich“, steht über dem Leitbild unserer Werkstätten. Dieser Satz korrespondiert mit dem Anspruch, für Menschen mit Behinderungen eine betreute Berufstätigkeit zu ermöglichen, die spürbar mehr bietet als nur Arbeitsplätze. Diesen Anspruch haben wir in unserem Leitbild formuliert. Kollegium, Leitung und die betreuten Mitarbeiter fühlen sich ihm gleichermaßen verpflichtet; ihn in der täglichen Förderung umzusetzen, ist tägliche Herausforderung. So ermöglichen wir für alle die regelmäßige Teilnahme an lebenspraktischen, kulturellen, sportlichen, geistigen und geistlichen Aktivitäten und Veranstaltungen. Breit gefächert gestalten wir dieses Angebot an Kursen und so genannten begleitenden Maßnahmen – 1x wöchentlich für Jeden. Sport, Musik, Tanz und Bildende Kunst bilden die Schwerpunkte, ergänzt von Zeitungsredaktion, Computer-AG, Therapien und vielem mehr.

WAS BEI UNS
BESONDERS IST

Wir fühlen uns christlichen und humanistischen Werten gleichermaßen verpflichtet – das evangelische Cecilienstift und der Verein Lebenshilfe sind die Träger der Werkstätten. „Hilf mir, es selbst zu tun, aber tu es nicht für mich“, steht über dem Leitbild unserer Werkstätten. Dieser Satz korrespondiert mit dem Anspruch, für Menschen mit Behinderungen eine betreute Berufstätigkeit zu ermöglichen, die spürbar mehr bietet als nur Arbeitsplätze. Diesen Anspruch haben wir in unserem Leitbild formuliert. Kollegium, Leitung und die betreuten Mitarbeiter fühlen sich ihm gleichermaßen verpflichtet; ihn in der täglichen Förderung umzusetzen, ist tägliche Herausforderung. So ermöglichen wir für alle die regelmäßige Teilnahme an lebenspraktischen, kulturellen, sportlichen, geistigen und geistlichen Aktivitäten und Veranstaltungen. Breit gefächert gestalten wir dieses Angebot an Kursen und so genannten begleitenden Maßnahmen – 1x wöchentlich für Jeden. Sport, Musik, Tanz und Bildende Kunst bilden die Schwerpunkte, ergänzt von Zeitungsredaktion, Computer-AG, Therapien und vielem mehr.

 

Wie kann
ich mittun

Für eine Aufnahme in die Diakonie Werkstätten Halberstadt kann die Antragstellung im Rahmen eines persönlichen Gesprächs direkt in der Werkstatt erfolgen. Interessenten wenden sich bitte an unsere Pädagoginnen Janet Kisser oder Isabel Voigtländer.

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